Bremerhaven 8° Ost Klimahaus

Gestern, an einem der letzten niedersächsischen Ferientage, das Klimahaus in Bremerhaven (8° Ost/53°32′ Nord) besucht.
Schon mal vorweg, eine sehenswerte Ausstellung.

Doch nun zum Anfang, schnell von das BAB A27 zu finden und mit einem sehr guten Parkhaus ausgestattet, also selbst bei schlechtem Wetter mit trockenem Fuße zu erreichen. Also ideal um auch mal an einem verregneten Ferientag oder Wochenende etwas für die eigene Weiterbildung zu tun.

Leider gab es eine, wie immer, zu lange Schlange vor den Kassen und zu allem Überfluß noch einen Zusammenbruch des Kassensystems. Doch das Personal hat gut reagiert und schnell Ersatzbillettes organisiert. Großes Lob!

Wegen des Staus vor der 8° Weltreise, haben wir uns erst die Ausstellung Elemente angesehen. Wo viele Experimente und Exponate zum Ausprobieren einluden. Nach dem wir uns durch die 4 Stockwerke / Elemente geschaut und probiert hatten. Starteten wie die „Weltreise an einem Tag“

 

Nach dem Start in Bremerhaven ging es mit der Bahn ins Isenthal in der Schweiz (8°33′ Ost/46°55′ Nord)
Kurztrip Schweiz„Kühe“ melken, Jodeln und eine Almauftrieb; Kurztrip in die heile Welt der Schweizer Milchbauern.
Weiter per „Seilbahn“ nach Seneghe auf Sardinien/Italien (8°35′ Ost/40°08′ Nord), gleichzeitig schrumpfend auf die Größe einer Heuschrecke und die Sichtweise eines Kleinstlebewesens. Ein wenig mit dem Wetter spielen und die Gefahren eines Waldbrandes kennenlernen. Doch jetzt schnell einen Sprung auf den schwarzen Kontinent, nach Kanak im Niger (9°02′ Ost/15°31′ Nord). Sofort schlug uns heiße Wüstenluft entgegen. Schnell wurde uns die mühselige Lebensweise der Tuareg-Nomaden bewußt.

Der Sprung von heißen Wüstenklima zum Subtropischen Ikenge in Kamerun (9°06′ Ost/05°16′ Nord) konnte nicht größer sein. Wasser in ausreichendem Maße, viel grün und ein verschlungene Tropenwald.
Bedrückend die Zahlen der Abholzung in den Tropenwäldern und wie viel Potential an „sinnvoller“ Nutzung noch vorhanden ist. Erst 95% der Planzen sind noch nicht erforscht, trotzdem sind viele im Bereich der Medizin und Kosmetik nicht mehr wegzudenken.
Der temperatur Unterschied zum Königin-Maud-Land in der Antarktis (8°34′ Ost/3°30′ Süd)könnte nicht größer sein. Von (geschätzten) 35° auf -6° Grad in einem Spaziergang. Interessante Exponate des Alfred-Wegener-Institut. Schnell weiter – hier ist es zu kalt.
Auf nach Satitoa (Samoa) (171°22′ West/13°59’Süd) angenehmere Temperaturen für einen norddeutschen Frostköttel.

Wir wissen jetzt auch woher das Wort Tattoo kommt, von „tatau“ deshalb hieß es früher in Deutschland auch Tatauieren. Und das „au“ in dem Wort hat sicher auch seine Bedeutung, es wird bis heute noch mit scharfgeschliffenen Knochen gehauen. Also weiter, wieder in kalte Gefilde, ein langer Gang durch die Sterne nach Gambell, Alaska (171°44′ West/63°46′ Nord). Wieder kärgliche Lebensweise, viele Waffen und kein Alkohol! Und das sehr harte Leben mit Wahlfang und Robbenjagd. Zu hart, zu karg also einen großen Sprung, fast nach Hause, auf die Hallig Langeneß (8°36′ Ost/4°38′ Nord). Jetzt noch ein großer Schritt und wieder in Bremerhaven (8° Ost/53°32′ Nord).
5 Stunden gut gemachte Information / Erleben.

Das wichtigste:

Wir müssen unsere Lebensqualität viel besser schätzen lernen!

Negatives:

  • gerade als Vorreiter klimabewusstem Handelns, sind die Waschtische und Toiletten nicht nach aktuellen Möglichkeiten des Wassersparens ausgelegt. Sie laufen zu lange nach, es gibt keine Stopptaste und auch die Wasserhähne sind „unintelligent“.
  • Es waren noch nicht alle Exponate zu besichtigen oder zu benutzen,
    schade den der Eintrittspreis war auch nicht reduziert.
  • Eine (noch) schlechte Routenkennzeichnung, wir haben einige male nach dem rechten Weg gesucht.
  • Das Bistro braucht auch noch ein wenig Feinschliff. Vielleicht auch regionale Angebote aus den besuchten Regionen.

Positives:

  • fast alles 😉 immerhin waren wie über 5 Stunden dort und haben noch immer nicht alles gesehen.

Für mich habe ich festgestellt das die Subtropen nichts für mich sind, dann vom Klima doch lieber Wüste, Schweiz oder Sardinien…